
Abschied Pfarrer Eiding
"Wenn ich zurückdenke an die vier Jahre, die ich Ihr Gemeindepfarrer sein durfte, dann fallen mir Menschen ein, für die ich Gott dankbar bin und die ich nicht vergessen werde"
So Pfarrer Hans-Jörg Eiding bei seinem Abschiedsgottesdienst in der Michaelskirche. (
Predigt)
Er habe in Waiblingen die Erfahrung gemacht, dass Menschen trotz völlig unterschiedlicher Zugänge zu Glaube und Kirche zusammenfinden, um etwas zu bewegen.
In der "Familie Gottes" sei jeder wichtig. Die Gemeinde werde durch Glaube, Liebe und Hoffnung zusammengehalten, so Eiding weiter. Glaube mache Mut, "weil Glaubende ihr Leben als Geschenk verstehen und als Aufgabe von Gott." Und Hoffnung verleihe "den großen Atem, den es braucht, damit die Anstrengungen und die kleinen Rückschläge des Alltags uns nicht die Luft rauben." Sie hebe den Blick "über den Tellerrand der eigenen begrenzten Erfahrung, der eigenen fehlbaren Meinung hinweg, Gottes Zukunft entgegen."
"Pfarrern wird oft das Vorurteil nachgetragen, dass sie langsam sind. Du verkörperst das Gegenteil", flachste Dekan Eberhardt Gröner unter Anspielung auf Eidings hohes Arbeits-, Denk- und Sprechtempo. Gröner dankte Eiding für seine "Begleitung eines zielorientierten Gemeindeaufbaus" und seine gut durchdachten Gottesdienste.
"Deine Kochkünste werden wir vermissen!"
Kirchengemeinderatsvorsitzende Heimke Strotbek lobte: "Du bist ein begeisterter Theologe und hast uns angesteckt mit deiner Art, die Bibel auszulegen." Als Abschiedsgeschenk der Kirchengemeinde überreichte Strotbek eine Pfanne und eine Kochmütze. Pfarrer Eiding hatte bei etlichen Gemeindefesten seine Kochkünste unter Beweis gestellt. Strotbek: "Die werden wir nun vermissen!"
Stadträtin Beate Dörrfuß überbrachte als Vertreterin des Oberbürgermeisters Grußworte. Darin dankt OB Andreas Hesky Eiding dafür, dass er über die kirchlichen Themen hinaus sich kommunal und bürgerschaftlich engagiert hat. Hans-Jörg Eiding wechselt zur Heilbronner Kilianskirche.
Christoph Schweizer
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